Die Spannung steigt. Darf ich diesmal einfach so ins Land? Ich zeige dem Beamten an der Immigration meinen Reisepass und beantworte die üblichen fragen. Was ich will im Land, warum ich das will, mit wie vielen Leuten ich da bin und was ich überhaupt von Beruf mache. Dann tippt er eine Weile in seinen PC, zieht eine Schnute und murmelt „OK, I show you where you have to go.“
Offenbar ist die amerikanische Staatssicherheit nicht dazu in der Lage, die Information abzuspeichern, dass meine Absichten friedliche sind. Oder sie geht davon aus, dass ich während der letzten zwei Jahre konvertiert und radikalisiert bin. Jedenfalls scheint bei meinem Namen immer noch das rote Terrorlämpchen anzugehen. Immerhin gelingt es den Experten diesmal in weniger als 10 Minuten, meine Ungefährlichkeit zu erkennen. Der meinen Fall bearbeitende Officer runzelt zwar verachtungsvoll seine Stirn, als ich vermeintlich respektlos sitzen bleibe, während ich die Frage nach meinem Namen beantworte, lässt mich dann aber doch in sein Land.
Am vorsorglich vereinbarten Treffpunkt erfahre ich, dass Tim beanstandungslos einreisen durfte. Offenbar verjährt die Eintragung in der US-Shitlist nach 10 Jahren. In 8 Jahren dürfte der Spuk also vorbei sein.
Lieber Jan,
beim googeln meiner Kinder habe ich festgestellt, dass das Arithmeum in aller Diskretion nicht nur ein Museum ist, ich bin beruhigt.
Grüße
PvMallinckrodt
(Klassenslehrer von Nina Schneider)
Das ist ja eine Überraschung. Viele Grüße ans PÄDA (und an Nina)!
(Und wenn Sie mal im Museum sind, sagen Sie Bescheid.)